Rolf Stolz     · · ·     Literatur und Photographie

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Künstlerische Photographie · Kopier-Kunst · (Material)Bilder



Kurzbilanz 2007

Im Frühjahr 2007 fand eröffnet durch eine Lesung - eine Photo-Ausstellung unter dem Titel Wir: Fremde im Café dellArte in Mainz statt, mitten in der Altstadt, an einem Treffpunkt der intellektuellen Szene. In der Einladung hieß es: Die Welt ist bunt. Die Menschen auch. Und jeder ist eine Welt. Die Photographien von Rolf Stolz bewegen sich zwischen dem menschlichen Dokument (lachen, hungern, kämpfen) und den kühlen schönen Kunst-Fiktionen. Es sind ungewöhnlich hintergründige und doppelbödige Photos, jedes nichts weniger als ein Stück Welt für sich.

2007 wurde der Gedichtzyklus Versuchszeiten fertiggestellt. Der vierte Roman ist um einige Seiten gewachsen. Verschiedene Erzählungen entstanden, von denen eine 2008 in französischer Übersetzung erscheinen soll. Der neue Band mit Aphorismen und Fragmenten sozusagen die Fortsetzung von Begrüßung eines Endes (2003) - ist fast fertig.

Kurzbilanz 2006

Neuerscheinung 2006 - Mitlesebuch Nr. 80 „Rolf Stolz“
Die Reihe „Mitlesebücher“ des Berliner Aphaia-Verlages hat seit zwanzig Jahren unter bibliophilen Vorzeichen bislang mehr als achtzigmal einen Lyriker vorgestellt. 2006 ist hier eine Auswahl aus älteren und neueren Gedichten von Rolf Stolz erschienen. Am 28. 8. 2006 wurde der Band im Berliner „Theater Coupé“ in einer Lesung, bei der der Gitarrist Tom Bresemann die Wortklänge musikalisch aufnahm und weiterführte, sozusagen aus der Taufe gehoben.

Das „Mitlesebuch Nr. 80 Rolf Stolz“ mit sechs Illustrationen der aus St. Petersburg stammenden und in Heidelberg lebenden Künstlerin Marina Volkova kostet 8 Euro und kann bezogen werden über den Aphaia Verlag, Radickestraße 44, 12489 Berlin, Telefon/Fax 030/8133998, E-Brief: info@aphaia-verlag.de (Artikelnummer 580/1). Die ganze Reihe kann auch abonniert werden (8 Euro je Band, portofreie Lieferung und ein nur für Abonnenten erhältlicher Schuber).

Eine neue, mit einhundertsiebzig Seiten recht umfangreiche Sammlung von Erzählungen und Kurzprosa wurde fertig, ebenso die zwei Gedichtzyklen „Hauland“ und „Rotfläche“. Ein neuer Aphorismenband wurde begonnen sowie ein neuer Roman (Arbeitstitel „E. S., Mörder“), der ein deutsches Leben vom Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts bis in die fünfziger Jahre verfolgt.

Von Oktober bis Dezember 2006 fand im „Treffpunkt Gemeinde“ der Evangelischen Kirche Mülheim (Ruhr)-Broich die Photo-Ausstellung „Kreuze – Menschen – Menschenkreuze“ statt: Einerseits klare Farben und Formen (das Kreuz als Sinnbild für die Verbindung zwischen Erde, Mensch und Himmel), andererseits Menschen in verschiedenen Facetten und Selbststilisierungen. Der kleine Junge in seinen Ritterträumen . . .

Kurzbilanz 2005

Mein von Marina Volkova exzellent illustriertes und fertig vorliegendes Kinderbuch „Das Haus auf der anderen Seite“, das 2005 in einem Kölner Verlag erscheinen sollte, ist aus verschiedenen Gründen momentan auf Eis gelegt, wird aber mit Sicherheit bald wiederbelebt. Der Gedichtband für Kinder und kindlich-kluge Erwachsene „Vom Xumiku zum Ytzelpan – TierAlphaBett von Aaah bis Zett“, den M. Volkova gerade mit faszinierenden farbenprächtigen Bildern ausstattet, soll, sobald er fertig ist, auf den Markt – wir suchen noch nach einem geeigneten Verlag. Ein Band mit Rußland-Erzählungen ist fast fertig – einige von ihnen wurden bereits von O. Akulov ins Russische übersetzt.

Nach meiner ersten Photo-und-Text-CD-Rom „VEN = Venedig“ (Kidemus Verlag Köln 2004) ist eine neue CD-Rom „Siebenmal Europa“ in Vorbereitung – mit Photographien aus den sieben Städten Paris, Köln, Berlin, Dresden, Moskau, Venedig und Bukarest sowie mit Erzählungen und Gedichten beispielsweise aus Rußland, aus Rumänien und Venedig.

Zwei Ausstellungen meiner Photographien fanden 2005 statt: im kleinen Königswinter und - im Kulturzentrum Casa Schiller/Schiller-Haus - im großen Bukarest. Die Resonanz dort war erneut begeisternd – nicht zuletzt bei der Vernissage und der Finissage. Ich las Gedichte und Prosa; mein Theaterstück „Ewige Helden“ wurde in einer über einstündigen szenischen Lesung durch Mitglieder des Schiller-Theaters unter Leitung des rumäniendeutschen Schauspielers und Regisseurs Oswald Gayer aufgeführt. Während meiner Rumänienreise hatte ich vor über fünfzig Zuhörern eine Lesung an der Universität von Constanza.

Neuerscheinung 2005

„Zellenberg“, Neue Gedichte I-VIII / Poèmes inédits I-VIII
ist eine umfangreiche Sammlung meiner Gedichte, die in einer zweisprachigen Ausgabe mit der Übersetzung ins Französische durch R. Fischer im belgischen Verlag Alhambra Publishing herauskam (200 Seiten, belgische ISBN 2-87448-004-5, Preis 12, 95 Euro, auch im „VLB“, dem „Verzeichnis lieferbarer Bücher“ zu finden und mit der deutschen ISBN 2-87448-004-5 über jede deutsche Buchhandlung bestellbar – oder alternativ über den Verlag: Alhambra Publishing, Bosstraat 139, B-3060 Bertem, Belgien).
Im gleichen Verlag erscheint – mit 25,95 Euro angesichts der hervorragenden Druck- und Papierqualität und der Kosten für Abdruckrechte keineswegs zu teuer – ein großartiger Kalender deutschsprachiger Gedichte mit 365 Gedichten für jeden Tag des Jahres. Ebenso wie bei den Pendants für englische und französische Gedichte bekommt man hier – auf deutsch seit 2005 - Jahr für Jahr eine unbegrenzt aktuelle, exzellent ausgesuchte Lyrik-Anthologie von den Anfängen bis zur Moderne, die geradezu zum Sammeln einlädt.

Neuerscheinung 2004

VEN = Venedig, eine CD-ROM mit 54 Farbphotographien, mit Prosa, Lyrik, Musik und gesprochenen Texten erschien im Herbst 2004 im Kölner KIDEMUS-Verlag (ISBN 3-9806910-9-8; 7,70 Euro).

Der Schwerpunkt liegt auf venetianischen Impressionen, die Stimmungslage entspricht in vielem dem Venedig-Mythos - zwischen grandezza und tristezza. Aber es geht nicht um den Markusplatz und den Lido, sondern um die verborgenen Hintergründe, Abwege und Schatten-Seiten der Stadt.

©Rolf Stolz 2002


Neuerscheinung 2003

Im Herbst erschien im Freiburger Echo-Verlag der Band BEGRÜSSUNG EINES ENDES. Eingeleitet von dem im Sommer  2003 mit nur zweiundfünfzig Jahren viel zu früh verstorbenen Germanisten Professor Claus Sommerhage, bis zu seinem Tode Hochschullehrer in  Bonn und Tartu/ Estland, bietet dieses Buch Aphorismen, philosophische Fragmente und literarische Miniaturen zu existentiellen Menschheitsfragen, aber auch zu den Widersprüchen unserer Katastrophen- und Übergangsgesellschaft an - ohne die vielen Widersprüche vorschnell und voreilig aufzulösen.

Begrüßung eines Endes (Fragmente und Aphorismen, 160 Seiten), farbiger  Umschlagentwurf von Said Kahla,  Freiburger Echo-Verlag 2003,13,80  ¬,  ISBN 3-86028-859-8,   (Bestellung über den Buchhandel, über den Autor oder über den Freiburger Echo Verlag, Dorfplatz 11, 79252 Stegen bei Freiburg, Tel. 07661/989044, Fax 07661/989045.)

Lese- und Ausstellungsreise nach Rumänien 2002

Am 8. 4. 2002, einem Montag, fand im Schiller-Haus/Casa Schiller in Bukarest die Vernissage der Photo-Ausstellung Venedig - andere Bilder einer alten Stadt statt - mit knapp fünfzig, oft sehr sachkundigen Teilnehmern, darunter Kunstkritiker, Journalisten, Schriftsteller. Die vierzig großformatigen Farbphotographien fanden eine lebhafte Resonanz. Trotz sehr unterschiedlicher Deutschkenntnisse blieben die meisten zur anschließenden Lesung, bei der nur die Einleitungsworte übersetzt und Venedig-Gedichte bzw. die Erzählung Er sucht sie auf deutsch vorgetragen wurden.
Bei der Finissage-Lesung am 19. 4. 2002 dagegen wurden die Passagen aus der Geschichte der drei spanischen Kavaliere auch in der rumänischen Übersetzung vorgestellt, außerdem auf deutsch die Venedig-Erzählung Bis zuletzt sowie Auszüge aus dem Roman Der Gast des Gouverneurs in der Wand des Kraters. Über die Ausstellung erschien u. a. ein ausführliches Interview in der Bukarester Allgemeinen Deutschen Zeitung (ADZ). Zwischen Vernissage und Finissage entstand im Schiller-Haus eine CD-Rom mit Bildern und Texten zu Venedig, die in einer Vorform vorliegt und nach dem letzten Feinschliff  im Kölner Kidemus-Verlag erscheinen soll.
Zur Ausstellung und zur CD-Rom kam als dritte Premiere an zwei Wochenenden eine insgesamt dreitägige Literaturwerkstatt. Von den sechs Teilnehmern im Alter zwischen achtzehn und Ende zwanzig waren drei weiblich und drei männlich. Fünf waren Rumänen und Rumäninnen, meist ohne rumäniendeutschen Hintergrund, eine eine Deutsche aus Rostock. Die Lebenssituation: Drei sind Studenten, einer Schüler, einer ein angehender Arzt. Eine junge Frau ist Sprachlehrerin. Es herrschte eine phantastische Atmosphäre, aber auch die Ergebnisse konnten sich sehen lassen und waren schon recht professionell.
Im siebenbürgischen Klausenburg (Cluj) fanden an der Deutschen Schule drei Lesungen aus den Spanischen Kavalieren statt - mit einer vierten, einer fünften und einer sechsten Klasse. Wohl nicht zufällig kamen in der Diskussion von den Jüngsten die meisten und die interessantesten Fragen. Die Schule behandelte übrigens den deutschen und den rumänischen Text der Kavaliere im Unterricht. Mircea Peteanu von der Klausenburger Editura Limes, der rumänische Verleger der Kavaliere, machte im örtlichen Radiosender der Orthodoxen Kirche (Radio Wiedergeburt) auf französisch ein Interview für die Kultursendung. Mit der Editura Limes wurde die Übertragung einer weiteren Erzählung (Das Haus auf dem anderen Ufer) ins Rumänische und deren Veröffentlichung vorbereitet. (Inzwischen liegt die Übersetzung vor, aber dem Verlag fehlt bislang das Geld zur Vorfinanzierung der Erstauflage.)
Im siebenbürgischen Kronstadt (Brasov) fand - moderiert von Carmen Puchianu, Lehrstuhlinhaberin am Germanistischen Institut (und Autorin!) - im Germanistischen Seminar der Universität eine Lesung statt (aus den Drei Kavalieren, Gedichte und Auszüge aus dem Roman Der Gast des Gouverneurs . . . ). Über dreißig Zuhörerinnen kamen, allerdings - der rumänische junge Mann studiert technische Fächer, Ökonomie etc., aber keine brotlosen (Frauen)Fächer wie Philologie - ist außer dem Autor nur ein einziges männliches Wesen anwesend. Über die Lesung und die intensive Diskussion erschien ein Interview in der Karpaten-Rundschau, verfaßt übrigens von einer englischen Journalistin. In Temeswar, der Hauptstadt des Banat, fand die Lesung im neugegründeten Deutschen Kulturinstitut statt (zweisprachig aus den Drei Kavalieren, außerdem Gedichte und Auszüge aus dem Roman Der Gast des Gouverneurs . . . ). Unter den Zuhörern  waren auch Schüler einer deutschen Schule aus Großwardein (Oradea). Das lokale Fernsehen, das zweimal in der Woche eine Sendung in deutscher Sprache hat, machte Aufnahmen und zeichnete ein kurzes Interview auf.

Neuerscheinung 2002

Im Herbst erschien im Freiburger Echo-Verlag der Prosaband „DER ABSCHIEDNEHMER“. „Der Abschiednehmer“ nimmt einige Leitmotive auf aus dem 1991 erschienenen Buch „Der unverminderte Schrecken“, das einen Querschnitt durch Arbeiten der späten siebziger und der achtziger Jahre bot. Die Themen der Texte, von denen einige in Zeitschriften wie der „neuen deutschen literatur“ (Aufbau-Verlag, Berlin) und dem „Sterz“ (Graz) erschienen sind, reichen von erotischen Kalamitäten über reale politische Ereignisse (z. B. den „Wiedervereinigungstag“ des 3. Oktober 1990 oder das Attentat auf Oskar Lafontaine) zu Endzeit- und Untergangsphantasien, Reminiszenzen an Kindheitswelten, geradlinig durcherzählten Lebensgeschichten und rigorosen Materialmontagen.
160 Seiten, farbiger Umschlagentwurf von Said Kahla, 12,90 €, ISBN 3-86028-854-7
(Bestellung über den Buchhandel, über den Autor oder über den Freiburger Echo Verlag, Dorfplatz 11, 79252 Stegen bei Freiburg, Tel. 07661/989044, Fax 07661/989045.)

Neuerscheinungen 2001

Noch nie kamen so viele neue Bücher von mir heraus wie 2001. Im Spätsommer erschienen im Kidemus Verlag Köln das Hörbuch „Die Geschichte der drei spanischen Kavaliere“ (2 CDs, gelesen vom Autor, Buchausgabe ebd. 1999) und „Städte und Flüsse. Gedichte 1962-2000“ (in der neuen Reihe KidemusLiteratur). Wenig später wurde mein erster Roman „Der Gast des Gouverneurs in der Wand des Kraters“ im Alkyon Verlag Weissach i. T. veröffentlicht. Außerdem erschien die rumänische Übersetzung der „Spanischen Kavaliere“ in der Editura Limes in Cluj/Klausenburg unter dem Titel „Legenda celor trei cavaleri spanioli“

Lesereise durch Rumänien 2001

Im Frühjahr 2001 habe ich meine zweite Lesereise durch Rumänien absolviert. Während die erste 1999 in zwei Wochen drei Lesungen in Rumänien (u. a. im Goethe-Institut Bukarest) und eine in Moldawien umfaßte, waren es diesmal im gleichen Zeitraum neun Veranstaltungen (von Temeswar im Westen bis Iasi im Nordosten, vom großen Bukarest bis zu Kleinstädten wie Bistritz und Reschitza, von Kulturinstituten bis zu Schulen und Gemeindehäusern, von 12 bis 120 Teilnehmern). Auch wenn es wenig Muße und Promeniergenuß gab - die Fülle an Eindrücken und Gesprächen, die Schönheit der Landschaften und der alten Städte, der Enthusiasmus und die Begeisterungsfähigkeit gerade auch der Schülerinnen und Schüler (meist Rumänen, die Deutsch vom Kindergarten an als Alltags-Zweitsprache gelernt haben) haben mich geradezu verzaubert.