Rolf Stolz · · · Literatur und Photographie
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Inhaltsübersicht:
SCHWESTER SCHWESTER BRUDER Roman Erstes Kapitel - Das Direktorat Eva Ebner, Personaldirektorin, Mutter zweier unehelicher Kinder, seit Jahren ohne "Mann im Haus" lebend, wird von Kriminalpolizisten verhört, weil sie in Verdacht geraten ist, daß sie mit der Ermordung ihres Schwagers Ulf Stumm zu tun hat. Sie wird wenig später festgenommen und zusammen mit der Frau des Ermordeten, ihrer Halbschwester Marion, zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Erste Rückblende: Als Eva Ebner die Nachricht erhält, daß Christof Papengadt, ihr letzter Lebensgefährte und Vater ihrer jüngeren Tochter Judith, gestorben ist, zwingt ihr Vorgesetzter sie, zunächst auf einer Direktionskonferenz ihr vorgesehenes Referat zu halten. Zweite Rückblende: Eva Ebner in Griechenland, vor ihrer Bürozeit. Zweites Kapitel - Der Tod Ulf Stumm, privatisierender Ex-Großmetzger mit diversen Nebengeschäften, wird auf einem Hochsitz in seinem Jagdrevier erschossen. Eine verheiratete Frau auf Abwegen, eine Urlaubsbekanntschaft, mit der er sich dort verabredet hatte, wird - ehe er sie bemerken kann - Zeugin seines Todes. Sie flüchtet, ohne daß sonst jemand von ihrer Existenz erfährt. Rückblende: Eva Ebner entgeht in England knapp einer Vergewaltigung. Drittes Kapitel - Das Verfahren Eva Ebners Verhältnis zu ihrem Schwager (eine Mischung aus Abwehr und Bewunderung) und ihre Sicht der Dinge: Sie war in der Nähe des Tatortes, aber in keiner Weise an dem Mord beteiligt oder über ihn unterrichtet. Ihren Verdacht richtet sie gegen ihren Halbbruder Manfred Ebner. Weil Ulf Stumm seine Schwiegermutter drangsalierte und sie auf die Straße setzen wollte, hat diese mehrfach versucht, ihre älteste Tochter dazu zu überreden, ihn umzubringen. In dem Prozeß hat Eva Ebner ihre Unschuld beteuert, aber die Indizien scheinen gegen sie zu sprechen. Anfangs erhält sie sehr viel moralische Unterstützung durch ihre beiden Töchter Sarah und Judith, aber später brechen diese jeden Kontakt zu ihr ab. Viertes Kapitel - Haftung Die Haftsituation: seltene Besucher, alltägliche Schikanen, kleine Tode, Existenz im Wohnklo, Selbstbehauptung zwischen RAF-Frauen und Drogenfrauen. Verschiedene Versuche, Menschen jenseits der Mauern zu finden. Als Eva Ebner tageweise das Gefängnis verlassen darf, versucht sie vergeblich, ihre Töchter zu sehen. Fünftes Kapitel - Eine Ehe Weil er eine Geliebte hat, trennt Marion Ebner sich einige Monate vor dessen Tod von ihrem Mann. Als sie allein in Holland unterwegs ist, wird sie vergewaltigt. Sie spricht mit niemandem darüber. Sechstes Kapitel - Die zwei Männer Eva Ebner ist zunächst mit Georg Riepen zusammen, dem Vater ihrer Tochter Sarah, danach mit Christof Papengadt. Sie wirft ihn hinaus, als sie bemerkt, daß er beginnt, Sarah zu mißbrauchen. Siebtes Kapitel - Heraus aus Eva Ebner kommt für einige Tage frei, fährt nach Berlin, versucht wieder ins alte Leben zurückzukehren. Sie träumt von der Freiheit. Achtes Kapitel - Das Dreieck Erste Rückblende: Eva Ebner fährt mit einem zeitweisen Freund, dem türkisch-spaniolischen Juden Ramon, auf der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit über Land. Sie bleiben in einem Hotel, wo sie Jahre zuvor mit einem Mann abgestiegen war, der sich als sadistischer Schläger entpuppte. Sie war damals heil davongekommen. Ramon sagt sie nichts über diese Vorgeschichte. Zweite Rückblende: Eva dringt mit einem Hammer in der Hand nachts in das Schlafzimmer ihres Bruders Manfred ein. Er beschuldigt sie, sie habe ihn ermorden wollen, während sie behauptet, sie habe ihn nur erschrecken und durch seine Angst bestrafen zu wollen. Das Gericht verhängt lediglich eine Bewährungsstrafe. Neuntes Kapitel - Vater: Eva Ebners Vater ist im Zweiten Weltkrieg als Sprengstoffexperte u. a. eingesetzt beim Bau der "Wunderwaffe" V 2 in dem unterirdischen KZ "Dora Mittelbau". Er kehrt nach Kriegsende krank zurück, liegt monatelang auf Leben und Tod. In dieser Zeit schläft seine Frau mit einem anderen. Als Eva Ebner dies zufällig bemerkt, zwingt ihre Mutter sie, jeden Abend eine Tablette einzunehmen. Eva wird von ihrer Mutter immer wieder mißhandelt. Sie glaubt, daß sie in Wirklichkeit die Tochter der Lieblingsschwester ihres Vaters ist und daß es ihrem Vater aufgrund seiner guten Beziehungen zur Nazipartei gelungen ist, den Inzest zu vertuschen. Sie ist von ihrem Vater immer als eine Art Sohn, als der wahre Sohn, gesehen worden. Sie ist bei ihm, als er stirbt, aber sie erfährt nichts Eindeutiges über ihre Herkunft. Ob sie wirklich unschuldig ist, bleibt ebenso offen wie die Frage, was an ihrer Lebensgeschichte Tatsache und was Erfindung ist und ob sie nicht vielleicht als Kind schon "Baron Münchhausen" hieß und diesem Namen ihr Leben lang treu blieb. zum Seitenanfang
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