Rolf Stolz     · · ·     Literatur und Photographie

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NEU ERSCHIENEN:

SICHTVERSEHEN – Photographien I
Edition Bärenklau 2020, (136 Seiten, Photopapier, über 200 farbige Abbildungen, fester Einband 22 x 17 cm, 29,90 €, ISBN 9783751915403)

SICHTVERSEHEN - Photographien I

Wie jede Kunst ist die Photographie universell und ortsverwurzelt. Das feudal strahlende Madrid, das melancholische Trani, das eherne Paris, das verschwommen verschwimmende Venedig, das weiße Algier, das heilig-verfluchte Köln erscheinen wie Variationen des Menschlichen – übergehend in sich aufrichtende und sich ermannende Mädchen, in schutzlose Kinder, aufgespalten in Mehrpersonen-Personen, verbunden und verbrüdert miteinander, glatt zuerst oder gekrümmt zuletzt. Es ist das Leben, das seine Bühne sucht und findet, ob in einem Waschsalon oder auf einem Müllhügel.

SPRUNGZEITEN. ESSAYS ZUR LITERATUR UND KUNST
EDITION BÄRENKLAU, Bärenklau 2017, fester Einband, 148 S., ISBN 978 374 318 0727; 16,90 €


Sieben Jahre nach dem Band Nur Kunst. Essays zu Kunst und Kultur (Norderstedt 2009) kommt hier eine neue Sammlung teils unveröffentlichter, teils in Büchern, Zeitungen und Zeitschriften erschienener Analysen, Deutungen und Interventionen zur Literatur und zur Malerei heraus. Exemplarisch in seiner Kritik an der Barbarei des Maximalprofits ist der hier dokumentierte Aufsatz Öffentliche Armut, Verarmung der Kunst und Kultur in einem reichen Land.

Lebende Autoren und Maler stehen in dieser Ausgabe im Mittelpunkt (Dinu D. Amzar, Marcel Beyer, Franz Heinz, Herbert-Werner Mühlroth, Arundhati Roy, SAID, Hellmut Seiler, Richard Wagner u. a.). Andererseits ist auch die Literaturgeschichte mit Gottfried Benn, Paulus Buscher, Kafka (Franz Kafka, tschechischer Klassiker), Gertrud Kolmar, Otto zur Linde, Friedrich Rückert präsent. Nicht zuletzt wird Heinrich Schirmbeck, mit dem der Autor das letzte Vierteljahrhundert eines langen Lebens befreundet war, erneut thematisiert. (Ergebnis dieser Verbindung war die 1995 von R. Stolz herausgegebene zweibändige Ausgabe und sein Schirmbeck-Lesebuch von 2014.)


TAGEHEFTE

In den Tageheften hat Rolf Stolz seit dem 1. Mai 2011 Tag für Tag festgehalten, was ihm wichtig war - in einem oder mehreren Sätzen. Am 6. April 2013 begann ihre Veröffentlichung im Netz auf der Seite www.rolfstolz.de. Der erste Band ist 2016 im KIDEMUS Verlag Köln erschienen (ISBN 9783981577914), der Neudruck erscheint in Kürze in der Edition Bärenklau. Er umfaßt die Texte vom 1. 5. 2011 bis zum 31. 12. 2012. Die Bände Zwei (2013-2014), Drei (2015-2016) und Vier (2017-2018) erschienen in der Edition Bärenklau.
Es geht weder um ein „Wort zum Tage“, also um eine nachvollziehbare zeitweilige Aktualität, noch ausschließlich um Belehrungen jenseits von Zeit und Raum, sondern um Spiegelungen, Durchblicke und Irrlichter aus einer Welt in Scherben.

Dr. Ilina Gregori, Literaturwissenschaftlerin: "Die ausgewählten Texte von Rolf Stolz lesen sich wie mit im Gehirn angezündeten Lichtern und mit dem Gefühl, daß Stolz in der Tat etwas zu sagen hat, und zwar denjenigen, äußerst seltenen Individuen, die mit Hartnäckigkeit sie selbst geblieben sind."

TAGEHEFTE. Heft Vier
(1. Januar 2017 – 31. Dezember 2018)

EDITION BÄRENKLAU, Bärenklau 2019, fester Einband, 154 S., ISBN ISBN 978 3749409006; 16,90 €



TAGEHEFTE. Heft Drei
(1. Januar 2015 – 31. Dezember 2016)

EDITION BÄRENKLAU, Bärenklau 2018, fester Einband, 168 S., ISBN 978 3746057439; 16,90 €


TAGEHEFTE. Heft Zwei
(1. Januar 2013 – 31. Dezember 2014)

EDITION BÄRENKLAU, Bärenklau 2017, fester Einband, 168 S., ISBN 978 3741256363; 16,90 €

TAGEHEFTE Heft Eins
KIDEMUS Verlag Köln 2016, fester Einband, 124 Seiten, ISBN 978-3-9815779-1-4, 15 €



Aus dem Vorwort zu Heft 1:
In den TAGEHEFTEN habe ich seit dem 1. Mai 2011 Tag für Tag festgehalten, was mir wichtig war – in einem oder mehreren Sätzen. Seit April 2013 habe ich monatlich die neuen Eintragungen auf meiner Netzseite www.rolfstolz.de veröffentlicht. Auch diese Texte werden in Buchform erscheinen. Mir ging es weder um ein „Wort zum Tage“, also um eine nachvollziehbare zeitweilige Aktualität, noch ausschließlich um Belehrungen jenseits von Zeit und Raum. Der Leser wird nicht nur handverlesene geschliffene oder rohe Diamanten vorfinden, sondern in der Aufreihung die verschiedensten Edelsteine, Halbedelsteine, buntes Glas und Flußkiesel. Ohne diese Mischung, ohne offene und verborgene Wechsel wäre in den Worten kein Leben.



LESEBUCH OTTO ZUR LINDE

Otto zur Linde, 1873 in Essen geboren, 1938 in Berlin gestorben, ist ein großer und großartiger Dichter, der völlig zu Unrecht jahrzehntelang völlig vergessen war. Seine an Heine und Busch geschulten satirischen Verse, seine erschütternden Kriegsgedichte, seine Beschwörungen der Großstadtwirklichkeit zeigen Klangfülle und realistische Wahrhaftigkeit. Über dreißig Jahre lang erschien keine einzige Auswahl seiner Texte, ehe 2016 das „Lesebuch Otto zur Linde“ im Bielefelder Aisthesis-Verlag herauskam Der Vater des Dichters – Lehrer, Soldat, Dreher, später Buchhalter bei Krupp, ehe er in Gelsenkirchen einen Lebensmittelladen mit einem Restaurant eröffnete – war aus dem Nordhessischen nach Essen gekommen, die Mutter starb früh. Nach einem Studium in Berlin, Halle und Freiburg lebte Otto zur Linde einige Jahre als freier Schriftsteller in London, ehe er 1902 mit seiner Frau Verena nach Berlin zurückkehrte. 1904 gründete er dort mit Rudolf Pannwitz den Charon-Kreis und die Zeitschrift „Charon“, die bis 1914 und 1920-1922 erschien. Im Alter erblindete er und versank in Depressionen.   Otto zur Linde ging es um eine radikale Erneuerung der Form, anfangs in Auseinandersetzung mit dem Naturalismus, wenig später in Vorwegnahme von vielem, was den literarischen Expressionismus und Surrealismus ausmachte.
„In Otto zur Linde besitzt die deutsche Dichtung einen rhapsodischen Sänger seltener Art.  … Sein Humor flackert in gefährlicher Weißglut. An den Wurzeln des Raums gelagert, ist er lauschendes Ohr kreisender Zeit. Kein Bringer heiterer Welt-Freude in einem verherrlichten Kosmos – aber gewiß ein Fackelträger Jenen, die mit Pascal  ,unter Seufzen suchen‘“. Alfred Mombert (1872-1942, Dichter, 1933 aus der Preußischen Akademie der Künste ausgeschlossen, 1940-1941 deportiert).

Lesebuch Otto zur Linde

  LESEBUCH OTTO ZUR LINDE, zusammengestellt und mit einem Nachwort von Rolf Stolz, Aisthesis Verlag Bielefeld 2016, 152 S., ISBN 978-3-8498-1171-6, 8,50 €


MÜNCHHAUSEN Roman-Trilogie

Unerlöste Manchmal-Helden - Männer und Frauen am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts - versuchen in diesen drei Romanen auf imaginären Kugeln oder an selbstverdrehten Spinnenfäden ihrem Schicksal zu entkommen und sich am eigenen Zopf aus dem Sumpf zu ziehen.

Der entlaufene Professor Jean-Pierre Mihiel in Mittelamerika, die recht- oder unrechtmäßig gestellte Mordverdächtige Eva Ebner, der selbstgemachte Hilfskommissar Raith gehören allesamt zur Familie der halben Sieger. Die drei Romane erzählen drei abgeschlossene Geschichten und dreimal eine einzige Geschichte – vom Aufbruch in eine heikle Tour über den Absturz in die vielleicht ewige Gefangenschaft bis zum finalen Zusammenstoß. Einem Reise-Roman folgen zwei Kriminal-Romane: reich an Fluchten vor sich selbst und anderen, an Jagd und verzweifelten Verbrechen – ganz so, wie wir nicht sein wollen, aber wie wir sind.

DER GAST DES GOUVERNEURS IN DER WAND DES KRATERS, Roman, Band 1 der MÜNCHHAUSEN-TRILOGIE, Ferge Verlag Tübingen 2015, 255 S., ISBN 9781516849789, 9,96 €.

SCHWESTER SCHWESTER BRUDER, Roman, Band 2 der MÜNCHHAUSEN-TRILOGIE, Ferge Verlag Tübingen 2015, 245 S., ISBN 9781516913572, 8,99 €.

MANNHEIM: FRONTKÄMPFER, Roman, Band 3 der MÜNCHHAUSEN-TRILOGIE, Ferge Verlag Tübingen 2015, 183 S., ISBN 9781516907168, 8,94 €.

DER GAST DES GOUVERNEURS IN DER WAND DES KRATERS
Jean-Pierre Mihiel, JPM, ein französischer Professor aus Paris mit Wurzeln in Algerien, verläßt Ende 1979 seine Familie und seine Karriere – auf Zeit oder auf Dauer bleibt offen. Er reist durch Mittelamerika und begegnet dort der Belgierin Katrin, die ihn bald wieder verläßt, und wenig später der Schweizerin Do, die er verlassen wird, als ihre Vorgängerin wieder auftaucht. Auf der Reise vom noch halbkolonialen Belize durch Guatemala, El Salvador und Nikaragua nach Costa Rica stolpert dieser naive Fremdling durch lebensgefährliche Abenteuer, durch indianische und koloniale Ruinen, durch Revolutionsszenerien, die ganz anders sind als die Utopien der europäischen Linken. Diese lange Reise aus der rosaroten Morgendämmerung in die Nacht endet am Vulkan Irazù in Costa Rica, in der Wand des Kraters. Dies ist ein Roman über eine ganze westeuropäische Generation – über die Nachkriegskinder, die sich 1968 erhoben und Jahre später abdrifteten in Resignation, private Räusche und Selbstversorgung. Es ist ein Roman über die Traveller in ihrer großen Zeit, ehe die im Weltnetz gefangenen Touristenhorden sie ablösten. Es ist ein Roman über eine kolonialisierte Weltregion in einer Umbruchsepoche voller Unterdrückung, Begeisterung und Hoffnung. Es ist ein Roman über flüchtige Flüchtlinge, die ihre Heimaten verloren haben und sie loswerden wollen, über Männer und Frauen in ihrer ziellosen Suche nach Ausreden und Auswegen. Von seinen Leitmotiven her und weil er in einer bewegten Zeit spielt, durch die unheldische Helden voller verrückter Hoffnungen und voller Widersprüche treiben, kann dieser Roman nicht die Erwartung erfüllen, einfache Antworten in einfacher Sprache zu erhalten. Er ist ein riskantes Experiment jenseits der gewohnten Wege der Reiseberichte und der linearen Lebensbeschreibungen.
Als Taschenbuch 8,96 Euro, z.B. bei Amazon
Als e-Buch 4,99 Euro (Kindle Edition) bei Amazon

SCHWESTER SCHWESTER BRUDER
Deutschland in den achtziger Jahren: Mitten ins Herz trifft einen Jäger auf seinem Hochsitz der tödliche Schuß. Wenig später werden seine Frau und deren Schwester verhaftet und als Mörderinnen zu Lebenslänglich verurteilt. Daraus werden für beide 15 Jahre Haft. Die Frau des Toten bekennt sich schuldig, was ihr Vorteile einbringt. Ihre Schwester – die Heldin des Romans, eine unverheiratete Personaldirektorin mit zwei Kindern von zwei Männern – leugnet ihre Schuld. Und da ist noch der Bruder der beiden, ein guter Schütze, der nur als Belastungszeuge gehört wird. Ein Buch der Zusammenstöße zwischen Arm und Reich, Oben und Unten, Wahrheit und Lügen – zwischen Chefetage, Knastmilieu und Familienkriegen.
Als Taschenbuch 8,99 Euro, z.B. bei Amazon
Als e-Buch 3,99 Euro bei Amazon (Kindle Edition)

MANNHEIM: FRONTKÄMPFER
Raith – als Privatdetektiv, Vermögensberater, Versicherungsvertreter und in manchen anderen zweifelhaften Geschäften tätig gewesen, ein Mann mit der einen oder anderen Leiche im Keller – begegnet in einem Mannheimer Orient-Imbiß zwei ihm unbekannten Türken. Einer der beiden faßt mit den Worten „Der Gürtel ist verdreht, um 90 Grad“ an Raiths Wende- und Geldgürtel. Anscheinend erwartet er eine bestimmte Reaktion. Raith vermutet, daß die Frage eine Art Codewort (womöglich im Drogenhandel) ist. Er sieht zu, daß er wegkommt, obwohl eine junge Türkin, die in dem Imbiß arbeitet und die ihm auf den ersten Blick gefallen hat, ihn aufzuhalten versucht. In einer Mischung aus Naivität, Selbstüberschätzung und Abenteuerlust macht er sich daran, auf eigene Faust diesen Fall aufzurollen. Es gelingt ihm, ein Abhörgerät ins Autoradio der Türken zu praktizieren. Aber dieser selbsternannte Jäger ist bald schon selbst der Gejagte …
Als Taschenbuch 8,94 Euro z.B. bei Amazon




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